Klimafreundlich einheizen: Fernwärmenetz soll wachsen

Hitzeperioden, Starkregen und Sturm: Längst sind die Folgen des Klimawandels auch hierzulande angekommen. Während Deutschland seine Klimaziele zur Minimierung des CO2-Ausstosses erneut verfehlt hat, können wir in unserer Regon auf einen erfolgreichen Weg zurückblicken.

Gemeinsam mit der Stadt Geesthacht haben wir als Stadtwerke viel in Sachen Klimaschutz bewegen können. Die energetische Gebäudesanierung schreitet voran. Immer mehr Menschen nutzen Solarenergie vom eigenen Dach. Unsere Privatkunden beliefern wir ausschließlich mit 100 % Ökostrom. Und wir bauen unser Netz für Fernwärme, die zu 60% regenerativ erzeugt wird, weiter aus.

In Bezug auf die Wärmeversorgung gibt es beispielsweise im Klimaschutz- und Gebäudeenergiegesetz Vorgaben der Regierung, die Hausbesitzer beachten müssen. „Vielen Eigentümern ist nicht bewusst, dass sie ihre Heizungsanlage ersetzen müssen, sofern diese älter als 30 Jahre ist. Die neue Anlage muss dann mindestens 15% der Heizenergie regenerativ – also über Solarthermieanlage und Photovoltaik – erzeugen. Durch die zusätzlich notwenige Technik und den für den Heizungspufferspeicher benötigten Platz, kann die Umstellung des Heizsystems bis zu 30.000 € kosten“, weiß Frank Schumacher, welcher bei uns den Bereich Wärme & Klimaschutz verantwortet.

Hinzu kommt, dass fossile Brennstoffe wie Erdgas und -öl voraussichtlich ab 2045 nicht mehr für die Wärmeerzeugung zugelassen sind. Spätestens dann stünde ein erneuter Wechsel der Anlage hin zu einer rein regenerativen Lösung an.

Mit unserer Fernwärme bieten wir den Menschen eine nachhaltige und langfristig sichere Lösung. Zum einen wird der Anschluss mit 35 % staatlich gefördert. Berücksichtigen wir dann zum anderen noch, dass Wartungen sowie Reparaturen entfallen und die Kosten nach Abschreibung der Anlagen sinken, ist Fernwärme mit Blick auf die Umwelt und das eigene Portemonnaie eine attraktive Lösung.

Im letzten Jahr hat der Rat der Stadt Geesthacht deshalb eine Satzung über die Versorgung von Grundstücken mit Fernwärme erlassen. Diese verpflichtet Grundstücksbesitzer, die im festgelegten Wärmevorranggebiet liegen, sich an das Fernwärmenetz anschließen zu lassen. Die Satzung sowie ein das Straßenverzeichnis des Wärmevorranggebietes sind auf den Internetseiten der Stadt und hier zu finden.

Weil in der Regel die notwendigen Flächen fehlen, können auch Mehrfamilienhäuser die gesetzlich vorgegebenen 15% regenerativer Heizwärmerzeugung nicht allein erfüllen. Daher übernehmen wir hier die Versorgung der Gebäude und werden unsere eigene Fernwärmeerzeugung in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Hierzu sollen CO2-freie Solarthermieanlagen und CO2-neutrale Biomasse genutzt werden, für deren Ansiedlung wir derzeit Flächen planen.

Gemeinsam mit der Stadt Geesthacht wollen wir unser Klimaschutzkonzept fortschreiben und dafür auch in Zukunft eng zusammenarbeiten.

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